FAQ – Häufig gestellte Fragen

  • Unser Training ist fortlaufend. Jeder Mensch ist anders, in so vielen Aspekten, und dennoch gleich. Eine Aufteilung in „Anfänger“ und „Fortgeschrittene“ halten wir beim Studium des menschlichen Geistes und Körpers und deren Einheit für wenig hilfreich. Deshalb haben wir auch keine Anfängerstunden oder Ähnliches. Alle üben miteinander und lernen gemeinsam. Daher macht es auch keinen Sinn, mit dem Beginn des Trainings zu warten. Worauf denn?

  • Ja. Wie alt wir uns fühlen, und wie alt wir biologisch sind, spielt auf unserem Weg des Studiums der Einheit von Geist und Körper keine Rolle. Jede/r übt nach ihren/seinen Möglichkeiten. Auch ein 30-Jähriger sollte auf seinen Körper hören und achten… Einfach ausprobieren und schauen ob das Training anspricht…
    Der älteste bei uns Trainierende ist jetzt 67, in einem befreundeten Ki-Aikido Dojo in Holland hat ein 80-Jähriger noch seine Shodan-Prüfung gemacht (1. Schwarzgurt)…  

  • Kindertraining bieten wir derzeit nur in unserer Zweigstelle in Dreieichenhain an. In unserem Dojo können Jugendliche ab ca. 14 Jahre im Erwachsenentraining mitüben, damit haben wir schon gute Erfahrungen gemacht. Allerdings gibt es auch Fälle, in denen z.B. eine Mutter mit ihrem 10-jährigen Sohn im gleichen Training übt, das hängt vom Entwicklungsstand des Kindes ab. Siehe nächste Frage…

  • Prinzipiell ja. Wenn das Kind bereit ist in einem Raum voller Erwachsener zu üben, und einen entsprechenden Entwicklungsstand hinsichtlich Aufmerksamkeitsspanne und Konzentrationsfähigkeit hat. Von unserer Seite gibt es dann keine Einwände. Selbst auf unserem einwöchigen Sommercamp trainieren mehrere Kinder zusammen mit ihren Eltern im gemeinsamen Training.

  • Kein Problem. Jede/r übt entsprechend den Möglichkeiten, Achtsamkeit für was ist – ein Kernstück unseres Übens – heisst auch zu spüren was der Körper kann und was noch nicht. Es gibt auf der anderen Seite auch Fälle, in denen Leute die sehr sportlich sind, und es gewohnt sind sich voll in das Training zu schmeissen, dann zum Beispiel beim Rollen leicht zu unvorsichtig sind. 

    Achtsamkeit und Vernunft sind für alle Übenden wichtig.

  • Ja. Denn der sportliche Aspekt, im Sinne von körperlicher Bewegung, wird langsam und achtsam aufgebaut und gesteigert. Sportliche Leistung, im Sinne von höher/schneller/weiter, widerspricht den Zielen unseres Trainings. Darüber hinaus beinhaltet Ki-Aikido aber auch Ki-Training, Meditation, Atem-Übungen… die für unsere Entwicklung von Körper und Geist ebenso wichtig sind wie körperliche Bewegung…

  • Vielleicht ist dann ein Einstieg über das samstägliche Training „Ki im täglichen Leben“ gut. Da üben wir die inhaltlichen Grundlagen unseres Weges, und durch Meditation und Ki-Atmung (auch diese Stunden wären gut geeignet) ist der Anteil des Körperkontaktes geringer (und wenn, dann sind die Partner auch nicht verschwitzt). Eventuell löst sich nach und nach die Abneigung gegenüber Körperkontakt sogar auf. Dann sind vielleicht auch die Ki-Aikido Stunden interessant – das ist aber freiwillig.

  • Prinzipiell ja. Aber… es kommt manchmal auf die Verletzung an. Wir bieten verschiedene Trainingsstunden, manchmal ist der Einstieg übers Ki-Training einfacher, um den Körper erst mal vorzubereiten oder wieder beweglich zu machen. Ki-Aikido Training nimmt aber grundsätzlich immer auf die Gegebenheiten des Moments Rücksicht, also auch auf den gesundheitlichen Zustand des Übenden. Wenn dein Ego kein Problem damit hat, dass du eventuell bestimmte Übungen nicht oder nur abgewandelt machen kannst, sehen wir kein Problem mit deinem Training.

  • Wenn du bereit bist, früher Gelerntes ruhen zu lassen, und dich auf unsere Lehrinhalte einzulassen, dann bist du bei uns herzlich willkommen. Wird dein Üben problemlos sein? Nun, da es dem Geist oft schwer fällt, für richtig Gehaltenes und Liebgewonnenes loszulassen, können wir keine Garantie für eine Zeit ohne Schwierigkeiten abgeben. Aber das ist so beim Lernen, da geht es dir letztlich nicht anders als allen anderen.

  • Hart = funktioniert, sanft = fraglich. Dies ist einer der Glaubenssätze, der durch Ki-Aikido Training aufgelöst wird. Schau mal in die Natur… ja, Erdplattenverschiebungen formen die Landschaft sehr wohl, und das recht gewaltig, das tuen aber auch Wind und Wasser. Kraft erzeugt Gegenkraft, verwende ich also Kraft im Umgang mit meinem Partner, so wird er automatisch fest. Und überhaupt, was heisst „funktioniert das“ denn überhaupt? Nach welchen Kriterien? In einer Selbstverteidigungssituation? Nun, da sind Achtsamkeit, Hier und Jetzt sehen was ist, eine Gefahr spüren und ihr aus dem Weg gehen bevor es handgreiflich wird, das ist der Schlüssel zu wahrer Selbstverteidigung. Und wenn es dann mal physisch wird, dann sind die Ki-Aikido Techniken und vor allem deine gelernten Handlungsweisen durchaus geeignet. Aber Ki-Aikido ist so viel mehr… im Laufe deines Trainings wirst du feststellen, dass du hier Wertvolles für verschiedenste Aspekte deines Lebens lernst, für die meisten wird die Fähigkeit, sich bei einem statistisch gesehen sehr unwahrscheinlichen physischen Angriff verteidigen zu können, zum bestenfalls netten Nebeneffekt.

  • Siehe vorige Frage. Und… wovon ist deine Unversehrtheit im Laufe deines Lebens mehr bedroht, von körperlicher und geistiger Krankheit und Verfall, oder von gewalttätigen Angriffen auf der Strasse? Für die allermeisten Menschen ist dies ein Verhältnis von 1000:1. Selbstverteidigung dient doch schliesslich deiner Unversehrtheit, oder? Welches Training schützt dich also besser, eines das deinen Geist und Körper gesund hält, oder eines das dich auf einen wahrscheinlich nie eintretenden Ernstfall vorbereitet, du aber im Prozess des Trainings häufig Verletzungen hast und dein Körper erhöht abnutzt? Und was ist mit Stress, geistiger Anspannung, Burnout, Depression? Das Training des Geistes ist mindestens genauso wichtig wie das Training des Körpers.

  • Siehe die Antworten zu den beiden vorigen Fragen 🙂

  • Wozu möchtest du eine weitere Kampfkunst üben? Um besser kämpfen zu können? Da müssen wir dich leider enttäuschen, denn im Ki-Aikido lernst du gerade wie man nicht kämpft. Das könnte starke Widersprüche entstehen lassen… Ein altes Sprichwort besagt sinngemäß: „Wenn du zwei Hasen gleichzeitig jagst, kommst du letztlich mit keinem nach Hause.“ Und, wie wahrhaft kannst du deinem einen Lehrer noch folgen, wenn dein anderer Lehrer das Gegenteil unterrichtet? Verwirrung, Zerstreuung von Energie und Fokus, Halbherzigkeit, Illoyalität sind oft die Folge. Besser du entscheidest dich und folgst dem, was dein Herz wirklich will.

  • Besser inwiefern? Entsprechend deiner natürlichen Gegebenheiten, dem was du brauchst und möchtest, wofür du dich interessierst, was du von deinem Training erwartest, in welche Richtung du dich entwickeln möchtest – passt das eine besser zu dir als das andere. Die verschiedenen Künste haben durchaus und zum Teil drastische Unterschiede in ihren Zielrichtungen, Übungsmethoden, Anforderung an Körper und Geist. Da hilft nur ausprobieren, erfahren und für die zu dir passende entscheiden…

  • Jein. 

    Ja, da Ki-Aikido viele Elemente beinhaltet, einschliesslich Meditation, Atmung, Kiatsu (Heilen mit Ki), die z.B. eher rein mechanisch ausgelegte Kampfkünste nicht beinhalten. Es gibt schlicht mehr zu lernen. Und ein gutes Gespür für das Ki des Partners zu entwickeln dauert auch länger, als zu lernen einfach drauf zu hauen. 

    Nein, da keine Kunst jemals komplett gemeistert werden kann. Wer das von sich behauptet, hat aufgehört den Weg zu gehen.

  • Am Anfang sind ein- bis zweimal pro Woche normal. Besser zweimal, damit du nicht jedes mal wieder rauskommst aus dem Gefühl und das Gelernte bis zur nächsten Woche wieder vergessen ist. Ideal, auch von der Trainingsphysiologie her, sind dreimal die Woche, immer mit einem Tag Pause dazwischen. Deswegen sind unsere Trainingszeiten auch wie sie sind, für die Abends-Trainierenden Montag, Mittwoch und Freitag, für die Morgens-Trainierenden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Meditieren und Ki-Atmen geht jeden Tag… das gestaltet sich aber für jeden individuell anders, und das kann man auch zu Hause tun.

  • Nun, der schwarze Gürtel ist jederzeit in entsprechenden Geschäften käuflich zu erwerben. Aber Spaß beiseite – das kommt darauf an. Der schwarze Gürtel, also zunächst der 1. Dan-Grad, Shodan, bedeutet du hast die Grundlagen gelernt, die grundlegenden Techniken, aber vor allem auch die qualitativen Grundlagen hinsichtlich Körperhaltung, Onepoint, Einheit von Geist und Körper, Entspannung, Umgang mit dem Partner ohne Kraft und Kampf. Bei 2 bis 3 Trainings pro Woche, und gelegentlichen Besuchen von Wochenendlehrgängen, dauert es ca. 5 bis 8 Jahre bis zum Shodan. Es kommt aber viel mehr auf deine Einstellung zum Training, deine Laune und deine Freude dabei an. Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Unterstützung kommen bei deinen Trainingspartnern wesentlich besser an als übertriebene Zielstrebigkeit und Leistungsdenken. Und bringen dich, paradoxerweise, im Ki-Aikido letztlich schneller voran.

  • Das Hakama ist ein klassischer japanischer Hosenrock, der in unserer Schule ab dem 1. Dan (Schwarzgurt) als Teil der regulären Kleidung über dem weissen Gi (Anzug) getragen wird.

  • Der Kern unseres Studiums ist die Einheit von Geist und Körper. Das Ki-Training ist daher unverzichtbarer Bestandteil unseres Weges. Die spirituelle Seite eröffnet sich dem Übenden ganz natürlich und wenn er/sie dafür bereit ist. Unser Training ist zunächst ganz pragmatisch, sehr oft erforschen wir was passiert, wenn man so oder so an eine Sache heran geht oder eine Übung macht. In die Meditation führen wir langsam ein, und niemand wird gezwungen an den längeren Meditationen teilzunehmen (oder gerügt, wenn er/sie es nicht tut). Wer z.B. nur zu den Abendtrainings kommt, wird eher selten mit Meditation in Berührung kommen, da diese Stunden auf andere Inhalte fokussieren. Die spirituelle Seite unseres Weges eröffnet sich allmählich und natürlich und kann nicht forciert werden.

  • Ja. Die frühmorgendlichen Stunden zu Mediation und Atmung, sowie das Samstag-Ki-Training sind dann ideal. Eventuell entsteht später der Wunsch, auch mit einem Partner zu üben und Ki-Aikido auszuprobieren, aber das muss nicht sein.

  • Ja schon, aber… Das Ki-Training hat seine ursprünglichen Wurzeln im Yoga, insofern sind viele Parallelen zu erkennen und es kann gut zusammen passen. Aber, auch hier gilt das schon weiter oben Gesagte (Frage zu zweiter Kampfkunst)… Zeit, Energie, Fokus verteilen sich auf zwei Wege, das kann nur gut gehen wenn die wirklich kongruent sind und sich nicht widersprechen. Das betrifft auch hier die Vertrauensbeziehung zu deinen Lehrern, die bei anderen oder sich gar widersprechenden Lehrinhalten sehr schwierig werden kann. Aus meiner Erfahrung würde ich aber schon sagen, dass Yoga viel eher zu Ki-Aikido passt als eine andere Kampfkunst.

  • Meistens ja. Wenn unsere Lehrinhalte nicht im Widerspruch stehen, und genug Zeit für das Training in unserem Dojo verfügbar bleibt, dann sehen wir eigentlich kein Problem.

  • Ja. Was wir im Ki-Training lernen, fördert unseren Körper und Geist, lässt uns deren Einheit wieder finden, und macht uns so effektiver in allen Aspekten unseres Lebens. Körperhaltung, Zentrierung, Entspannung, Bewegung und Sein in Einheit von Geist und Körper… es gibt keine Tätigkeit, Beruf, Hobby oder Sport, die davon nicht positiv beeinflusst wird. Ki-Aikido verstärkt und intensiviert diesen Lernprozess noch einmal, und übt zudem den nicht-konfrontativen Umgang mit potentiellem Konflikt oder Schwierigkeiten.
    Mit zwei Einschränkungen (siehe oben): 1. Eine andere Kampfkunst/-sport (wie z.B. Judo) könnte problematisch in der Kombination sein, da du bei uns lernst nicht im Kampf mit deiner Umwelt zu sein… eventuell nicht hilfreich für dein nächstes Judo-Turnier. Und 2., die meisten sind berufstätig und haben Familie, und Hobbies, da könnte es Engpässe im wöchentlichen Zeitplan geben, mit zweimal Tennis pro Woche und zusätzlich regelmäßigem Ki / oder gar Ki-Aikido Training. Wir wollen dich nicht entmutigen, sondern einfach anregen das zu berücksichtigen. Vielleicht sind auch unsere Ki-Intensiv Wochenenden eine Option, falls dein Wochenplan schon zu voll ist…

  • Unsere aktuellen Monatsbeiträge findest du auf unserer Webseite. Die Beiträge werden von dir monatlich überwiesen, in der Regel per Dauerauftrag zum 1. jeden Monats. Der Eintritt und die Jahresbeiträge für die Ki Society (unseren Dachverband) werden für dich vom Dojo aus bezahlt, darum brauchst du dich nicht kümmern. Es gibt pro Jahr einige Wochenendseminare, ein einwöchiges Sommercamp, und ein jährliches Japan-Camp – wenn du an diesen teilnehmen möchtest, entstehen dafür gesonderte Kosten. Ebenso kannst du nach den Regeln der Ki-Society, bei entsprechendem Entwicklungsstand und wenn du möchtest, Tests ablegen, Ki-Tests und auch Ki-Aikido Tests, wofür dann ebenso extra Gebühren gezahlt werden.

  • Nein, wir haben keine Vertragslaufzeiten oder verlängerten Kündigungsfristen. Du kannst jederzeit zum Monatsende die Mitgliedschaft beenden.

  • Der Monatsbeitrag läuft ohne Unterbrechung alle 12 Monate im Jahr. Miete und Nebenkosten für das Dojo fallen ja auch ohne Unterbrechung jeden Monat an. Bei Krankheit von mehr als einem Monat (ärztliches Attest) kann die Beitragszahlung für diese Zeit ruhen. Zudem hat das Dojo zu bestimmten Zeiten im Jahr geschlossen: während des Sommercamps (1 Woche), um Ostern und um Weihnachten, und manchmal während des Japan-Camps, falls alle Lehrer des Dojos verreist sind und kein Vertretungsunterricht möglich ist. Das sind insgesamt pro Jahr maximal 3-4 Wochen.