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Willkommen!

Unsere Welt ist geprägt von Eile und Termindruck, Ziellosigkeit, Unsicherheit und Entfremdung – genährt durch eine fast allgegenwärtige Überflutung mit Informationen und Reizen, und einen fast zwanghaften Fokus auf materiellen Besitz und Erfolg. Dabei sehnen wir uns doch eigentlich nach Ruhe, Verbundenheit und einem wirklich erfüllten Dasein. Zuhause sein im eigenen Körper, mit einem wachen Geist klar sehen, sich zentriert und geerdet fühlen, sein wahres Selbst wieder entdecken – immer mehr Menschen sind auf der Suche, wollen einfach ganzheitlich Sein. Spirituelle Zentren und Gemeinschaften sind wie kleine Oasen, in denen wir uns sammeln und wieder zu uns finden können, und mit Gleichgesinnten gemeinsam sich gegenseitig unterstützend unseren Weg gehen können.  

Wir sind eine Gemeinschaft, in der wir uns durch ein Zusammenleben in Achtsamkeit und durch tägliche gemeinsame Praxis unserer integralen, ganzheitlichen Entwicklung verschrieben haben. Wir leben absichtlich nicht abseits der Zivilisation in klösterlicher Zurückgezogenheit, auch wenn diese Art zu leben für die Praxis von Achtsamkeit und Stille sehr förderlich wäre. Wir haben uns vielmehr entschieden nah am Leben zu bleiben, und hier in Rodgau, einer Kleinstadt mitten im Rhein-Main-Gebiet, ein Zentrum eröffnet, das sowohl eine willkommene Oase der Stille und Stabilität darstellt, gleichzeitig aber auch logistisch günstig mitten in einer der größten Metropolregionen Europas liegt.

Hier leben und üben wir gemeinsam uns gegenseitig unterstützend an einem Ort, an dem wir uns in Ruhe unserem Weg widmen können, und wirken parallel in unserem jeweiligen beruflichen, familiären und gesellschaftlichen Umfeld auch in der Außenwelt. Die Praxisangebote, Kurse und Seminare unseres Zentrums sind offen für Praktizierende aus der Umgebung, die nicht ständig im Zentrum wohnen – so wird auch hierdurch eine Integration von innen und außen gelebt.

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Unsere Praxis

In unserem Zentrum entwickeln wir Körper, Energie und Geist in ausgeglichener Balance mit spiritueller Entwicklung hin zur Einheit mit dem universellen Bewusstsein, zur Entdeckung unseres ursprünglichen Selbst. Dies erreichen wir durch die tägliche Praxis von Meditation, Ki-Atmung, Ki-Übungen und Ki-Aikido in der von Soshu Koichi Tohei Sensei entwickelten Traditionslinie der Ki Society Japan – heute unter der Leitung seines Sohnes Kaicho Shinichi Tohei Sensei.

Durch verschiedenste Partnerübungen entwickelt diese Praxis gleichzeitig auch den harmonischen Umgang mit anderen Menschen. Die Erfahrung der Einheit mit dem Übungspartner, gegenseitiger Respekt, friedliche Kommunikation, gemeinsames Führen und Folgen, sowie der friedliche und konstruktive Umgang mit Konflikt sind wesentliche Elemente. Dabei ist für uns das Zusammenleben in unserer Gemeinschaft, in beständiger Achtsamkeit, gegenseitiger Rücksichtnahme und Unterstützung auf dem gemeinsamen Weg, integraler Bestandteil unserer Praxis, und vervollständigt diese zu einem harmonischen Ganzen.

Durch diese Einheit von Praxis und Lebensgemeinschaft können wir im kleinen Maßstab lernen, Ruhe, Zentrierung und Ausgeglichenheit zu leben und in Harmonie und Verbundenheit mit anderen zusammen zu Sein. Diese Art des Seins kann dann im größeren Außen in unseren Beziehungen zu Familie, Kollegen und allen anderen Menschen „ansteckend“ wirken, und so zu einer harmonischeren Gesellschaft beitragen.

Die gemeinsamen Zeiten der Praxis geben unserem Tagesablauf den organisatorischen Rahmen, und sind derzeit wie folgt:

Meditation & Atmung: Mo.-Fr. 630-730, Sa. 1000-1130, So. 830-1000
Ki & Aikido Training: Mo.&Fr. 1900-2100, Di.&Do. 745-915, Mi. 1930-2100 

Jedes Mitglied unserer Gemeinschaft versucht dabei an mindestens einer Übungseinheit pro Tag teilzunehmen, um der Praxis die nötige Kontinuität zu geben. Der Übungsraum (das Dojo) steht aber auch zu den anderen Zeiten für das eigene Üben zur Verfügung.

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Unser Zentrum

Das Zentrum wurde 2001 von Olaf T. Schubert Sensei zunächst in anderen Räumlichkeiten gegründet, und für einige Jahre als ein normales Aikido-Dojo, also als Schule des Aikido mit verschiedenen Übungsangeboten und Kursen für externe Kursteilnehmer, betrieben. Zunächst nebenbei noch halbtags in einem Unternehmen tätig, gab Olaf Schubert 2009 den Bürojob ganz auf, um sich von nun an vollständig dem Dojo und seinem eigenen Üben widmen zu können.

Was langsam als vage Vision heran wuchs, wurde 2012 nun schließlich konkreter, als er mit seiner Familie das bisherige gemietete Dojo und das private Reihenhaus aufgab und in das „neue“ Objekt (von 1913) in Rodgau-Weiskirchen mit großem Wohnhaus und mehreren Nebengebäuden für das Dojo umzog. Es ist wie geschaffen für unser Vorhaben, mit vielen Möglichkeiten für verschiedene Raumnutzungen und auch Unterkünfte, und mit bereits wunderschön angelegtem Garten mit Koi-Teich im von den Gebäuden umringten Innenhof. So konnte das neue Dojo bereits zum Silvesterlehrgang 2012 eröffnet werden.

Das Dojo ist vom Land Hessen als Stätte der beruflichen Aus- und Weiterbildung anerkannt. Seit 2014 wohnt und trainiert die erste Hausschülerin (Uchi Deshi) zur Ausbildung als Ki-Aikido-Lehrerin dauerhaft im Dojo… und 2016 ist ein zweiter Uchi Deshi (aus Italien) hinzugekommen. Wir hatten auch einige Gäste für eine oder mehrere Wochen bei uns im Dojo – aus Deutschland, Holland, Italien, Brasilien, USA, der Schweiz und der Mongolei… Gäste sind immer willkommen!

Seit 2005 veranstalten wir jedes Jahr ein einwöchiges Sommercamp, an dem wir in einer Gruppe von ca. 30 Teilnehmern in einem Seminarhotel in der Rhön gemeinsam wohnen und üben. Dies ist für alle Teilnehmer immer eine ganz wundervolle Erfahrung, und einige fragten sich… warum kann man eigentlich nicht immer so zusammen leben und üben, auch wenn man nicht als Uchi Deshi komplett aus dem „normalen“ Leben aussteigen möchte?

So entstand nach und nach der Wunsch, hier in unserem Zentrum diese Art des Zusammenlebens und der täglichen gemeinsamen Praxis auch für berufstätige Menschen möglich zu machen. Dafür wurde nun seit Anfang 2018 das große private Wohnhaus mit einer Gesamtwohnfläche von 170m2schrittweise so umgebaut, dass 6 Wohneinheiten auf den oberen beiden Stockwerken entstanden, wobei eine davon von Olaf Schubert Sensei und seiner Frau bewohnt werden. Die umfangreichen Räume im Erdgeschoss (Wohnzimmer, Esszimmer, Küche) und Keller stehen nun zur gemeinsamen Nutzung und für gemeinschaftliche Aktivitäten zur Verfügung…

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Mit diesen Werten wollen wir gemeinsam leben

Achtsamkeit in unserem Tun und Nicht-Tun, sich bewusst zu sein, was um uns herum und in uns geschieht, steht im Mittelpunkt und begleitet uns den ganzen Tag. In Einheit von Geist und Körper zu sein, entschleunigt zu leben und dennoch aktiv zu wirken, Ruhe zu finden und darauf basierend mitten im Leben zu stehen, Stille nicht nur auszuhalten sondern bewusst zu erleben, sind die Grundlage unseres Weges.

In der Gemeinschaft harmonisch miteinander zu leben, sich zu respektieren, und sich auf dem Weg liebevoll zu unterstützen, ist uns nicht nur ganz wichtig – sondern im Zusammenleben in der Praxisgemeinschaft sehen wir auch eine unmittelbare Möglichkeit, das in unserem Üben Gelernte praktisch umzusetzen. 

Die Schonung der natürlichen Ressourcen ist uns wichtig. Wir teilen uns mit 6 „Wohn-Parteien“ ein Haus inklusive  der Ausstattung des Haushalts – neben der Einsparung von Ressourcen und Platz bedeutet dies für jeden Einzelnen auch eine deutliche Senkung der monatlichen Kosten. Wir leben müllsparend, und bemühen uns Strom- und Wasserverbrauch zu minimieren. 

In Achtsamkeit und Respekt zu leben hat ganz natürlich Ordnung und Klarheit zur Folge. Wir nutzen die Räume und deren Ausstattung, den Garten und das Dojo bewusst, achtsam, und halten alles ordentlich und sauber. Klarheit im Geist spiegelt sich in der Klarheit der Dinge um uns herum.

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung in Maßen ist ganz wichtig… ob vegan, vegetarisch oder mit Fleisch ist aber Sache jedes Einzelnen. Wir achten auf die Reduzierung und wenn möglich auf den Verzicht sowohl von künstlichen als auch von süchtig machenden Inhaltsstoffen. Wir verzichten auf den Besitz und Konsum von Drogen jeglicher Art sowie auf das Rauchen. Auch ausreichend Schlaf, den individuellen Bedürfnissen entsprechend, ist ganz wichtig.

Harmonisch zusammen zu leben erfordert auch, dass das Bedürfnis der Bewohner, auch mal für sich allein sein zu können, respektiert wird. Zieht sich jemand in das eigene Zimmer zurück, bedeutet dies dass er/sie nicht gestört werden möchte. Eigene Zeiten der Meditation, Kontemplation, aber auch zum Lesen und einfach ausruhen, gehören einfach dazu. 

Wir vermeiden unnötige laute Geräusche (Türen, Fenster, Jalousien, usw.). Wir nutzen die eigenen Zimmer zum Telefonieren, Musik hören, und zur Nutzung von PC oder Fernseher – mit Rücksicht auf die anderen Bewohnen tun wir dies leise, am besten mit Kopfhörern. Wenn wir uns abends im Gemeinschaftsraum zur gemütlichen Gesprächsrunde treffen, und es ausnahmsweise mal etwas später wird, achten wir darauf niemand anderen im Haus am Schlaf zu hindern.

Unserem Anliegen entsprechend gehen die Mitglieder unserer Gemeinschaft auch einer beruflichen Tätigkeit nach, ob nun selbständig oder in einem Unternehmen beschäftigt. Es ist daher in Ordnung, wenn berufliche Verpflichtungen oder andere wichtige Termine die Teilnahme an verschiedenen Übungszeiten nicht erlauben. Jeder strebt von sich aus an, an mindestens einer gemeinsamen Übungszeit pro Tag teilzunehmen.

Wir leben in Gemeinschaft – aber jeder Bewohner bleibt finanziell unabhängig, und beteiligt sich per Zahlung von Untermiete und Nebenkosten (Heizung, Wasser, Strom, WLAN…) am Erhalt und Betrieb des Zentrums. Allgemeine Verbrauchsmaterialien sind darin enthalten – persönliche Verbrauchsmaterialien und Lebensmittel sind Sache der einzelnen Bewohner. Für gemeinsame Mahlzeiten steuert jeder etwas bei… die Gemeinschaft kann aber auch vereinbaren, dass Mahlzeiten abwechselnd von den Bewohnern zubereitet werden.

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Leitung des Zentrums

Die Inhalte und Methoden unserer Praxis sowie Anleitung, Korrekturen und Hilfen durch den Sensei bilden die Richtschnur unserer Gemeinschaft und sind unsere gemeinsame Ausrichtung. 

Das Zentrum wird von Olaf T. Schubert Sensei geleitet. Seit 1979 studiert er die japanischen Künste. Nach Kinder-Judo, Judo-SV, Karate und Jujutsu wurde dann sein Weg ab 1992 mit dem Aikido immer mehr zu einem geistigen, energetischen, und schließlich spirituellen Weg. 1995 durch das Zen zum ersten Mal mit Meditation in Berührung gekommen, ließ ihn diese Suche nicht mehr los. Bücher, Video-Vorträge, Meditationsanleitungen und Seminare verschiedener Lehrer und Traditionen führten ihn schließlich zur Ki-Society und seinem Lehrer Christopher Curtis Sensei (8. Dan, Okuden), vertieft durch die jährlichen Japanreisen zum Ki-Society HQ und die Teilnahme an Kaicho Shinichi Tohei Senseis Unterricht. Olaf Schubert ist heute mit dem 4. Dan Ki-Aikido und dem Chuden in Ki-Entwicklung graduiert und fungiert als Assistant Lecturer & Examiner der Ki Society Japan. Er leitet die Ki Society Rhein-Main und deren Hauptdojo, das Ki Aikido Dojo Rodgau.

Nach den Jahren der Suche und der eher sporadischen spirituellen Praxis ist für Olaf Schubert nun seit über 10 Jahren die tägliche Praxis von Meditation, Ki-Atmung und Selbststudium fester Bestandteil seines Lebens. Aus der Erkenntnis, dass ein Lehrer nur aus der eigenen Erfahrung wahrhaft lehren kann, wurden für ihn Leben und Praxis hier im Zentrum nach und nach sozusagen „24/7“ zum Leben des Weges, in immer tieferer Ruhe und Achtsamkeit. Aus dieser Erfahrung erwuchs letztlich das Anliegen, auch diese das ganze Leben umfassende Art den Weg zu gehen mit anderen zu teilen.

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Schritte in unsere Gemeinschaft

Die Annäherung an unsere Gemeinschaft ist an sich ganz einfach und unspektakulär. Bitte lade zunächst auch unsere Broschüre „Unsere Lebens- und Praxisgemeinschaft Rodgau-Weiskirchen“ mit den ausführlichen Details herunter, und lese sie aufmerksam. Unser Anliegen, unsere Werte, die Beschreibung unseres Zusammenlebens, unsere Praxis… wenn das Gelesene in Dir eine Resonanz erzeugt hat, ein Verlangen mehr zu erfahren und es zu erleben… wenn Du Dir vorstellen könntest oder Du fühlst, dass dies für Dich sein könnte, dann sind die nächsten Schritte ganz einfach und natürlich, weil sie in Einheit mit Deinem inneren Wunsch und Gefühl sind.

Schreibe uns bitte eine Email, in der Du uns Dein Interesse mitteilst, und uns erzählst warum unsere Gemeinschaft etwas für Dich sein könnte. Schicke bitte unseren „Fragebogen für Bewerber“ ausgefüllt mit. Bitte sei so offen und ehrlich wie möglich, schliesslich wollen wir unseren weiteren Lebensweg gemeinsam gehen – und auf diesem Weg würde es sowieso nicht lange funktionieren, sich oder uns etwas vorzumachen.

Wenn wir ein gutes Gefühl haben, werden wir mit dir einen Termin für ein persönliches Gespräch hier bei uns vereinbaren, verbunden mit einer Schnupperwoche in unserem Zentrum (von Sonntag Nachmittag bis zum folgenden Samstag Mittag). Daran würde sich dann bei beiderseitigem Interesse eine 3-monatige Probephase anschliessen, und nach einem Abschlussgespräch entscheiden wir dann gemeinsam über die dauerhafte Aufnahme in unsere Gemeinschaft. Alle Details, wie auch die einmaligen und monatlichen Kosten, findest du in unserer Broschüre. 

Wir hoffen dich bald bei uns begrüßen zu können und freuen uns auf dich als Mitglied unserer Gemeinschaft!

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Kontakt: info@lebensgemeinschaft-rodgau.de / Tel.: +49 (0) 176 – 307 306 07

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